Protest gegen Leerstand in der Gustav-Leo-Straße

16. Oktober 2019 at 13:37

Am kommenden Samstag wird „Wir-sind-Eppendorf“ an der Ecke Eppendorfer Landstraße / Gustav-Leo-Straße auf den Skandal der leerstehenden Wohnungen in diesem Gebäudekomplex aufmerksam machen.

Dazu gibt es diese Pressemitteilung von Rechtsanwalt Bernd Vetter:

Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung

12. Mai 2016 at 21:57

Grundrechte sind nicht verhandelbar und kein Thema für (Volks-)Abstimmungen!

Die Gedanken, die wir uns in HH-Eppendorf zum Thema Flüchtlingsunterbringung machen, haben andere sich längst gemacht. Und sie haben sich öffentlich mit Erklärungen positioniert.

Z. B. der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg. Ihr Credo heißt:Gemeinsam-Wohnen-klein
Seit über hundert Jahren ist in Wilhelmsburg das Fremde der Normalfall. Die weitaus meisten Menschen, die hier leben, sind irgendwann mal hierher eingewandert. Das läuft nicht ohne Probleme – zumal wenn das Einkommen bei Vielen kaum bis Monatsende reicht. Man muss sich auch nicht immer lieben. Aber man kennt sich, man lernt voneinander und man kommt miteinander klar. So gesehen, ist das international geprägte Wilhelmsburg ein unglaublich starker Stadtteil.
Jetzt haben zusätzlich 3500 vor Krieg, Terror und Armut Geflüchtete bei uns Unterkunft gefunden. Die Insel hilft! Schaffen wir das? – Wir wollen das.
In diesem Sinn unterstützen wir die 10 Punkte-Erklärung des Hamburger Netzwerkes Recht auf Stadt: „Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung.“

In Wilhelmsburg tut man sich leichter damit, Willkommenskultur zu pflegen als im vergleichsweise eher “betuchten” Eppendorf?
Das kann doch nicht sein! WsE jedenfalls begrüßt die Erklärungen dieser beiden Initiativen und unterstützt deren Haltung.

Wohnungsbau in Hamburg auf Rekordkurs – Eine Deutung

13. Oktober 2012 at 1:41

http://www.abendblatt.de/hamburg/article2409370/Wohnungsbau-in-Hamburg-auf-Rekordkurs.html

Bevor man Rekorde vermeldet, sollte man darüber aufklären, um welche Form von Wohnungsbau es sich hier handelt. Um dringend benötigte, bezahlbare Wohnungen oder um hochpreisige Eigentumswohnungen, die vor allem den Kapitalmarkt als Anlageobjekte bedienen!?

Derzeit fallen jährlich rund 5.700 Wohnungen aus der Sozialbindung, während “angestrebt” 2.000 nachgebaut werden. Der Wohnraumbedarf liegt aber genau in diesem Marktsegment, vor allem wenn man sich die demografische Entwicklung ansieht und auch vor der massiv auf uns zukommenden Altersarmut nicht die Augen verschließt. Das Hamburger Wohnungsbauprogramm ignoriert diese Tatsachen jedoch genauso, wie es übersieht, daß teure Eigentumswohnungen inzwischen nahezu “blind” gekauft werden, sehr häufig auch aus dem Ausland; und zwar nicht um Wohnraum zu bekommen, sondern um sein Geld sicher zu deponieren. Folglich schafft diese Form des Wohnungsbaus keinen Wohnraum, sondern vernichtet sogar noch.
Wenn dann, wie aktuell in Eppendorf, sogar noch historische Bausubstanz für gesichtslose Eigentums-Einheitsarchitektur weichen soll, regt sich der Widerstand in der Bevölkerung. Es dürfte also noch ein heißer Herbst in Hamburg werden …