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Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung

12. Mai 2016 at 21:57

Grundrechte sind nicht verhandelbar und kein Thema für (Volks-)Abstimmungen!

Die Gedanken, die wir uns in HH-Eppendorf zum Thema Flüchtlingsunterbringung machen, haben andere sich längst gemacht. Und sie haben sich öffentlich mit Erklärungen positioniert.

Z. B. der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg. Ihr Credo heißt:Gemeinsam-Wohnen-klein
Seit über hundert Jahren ist in Wilhelmsburg das Fremde der Normalfall. Die weitaus meisten Menschen, die hier leben, sind irgendwann mal hierher eingewandert. Das läuft nicht ohne Probleme – zumal wenn das Einkommen bei Vielen kaum bis Monatsende reicht. Man muss sich auch nicht immer lieben. Aber man kennt sich, man lernt voneinander und man kommt miteinander klar. So gesehen, ist das international geprägte Wilhelmsburg ein unglaublich starker Stadtteil.
Jetzt haben zusätzlich 3500 vor Krieg, Terror und Armut Geflüchtete bei uns Unterkunft gefunden. Die Insel hilft! Schaffen wir das? – Wir wollen das.
In diesem Sinn unterstützen wir die 10 Punkte-Erklärung des Hamburger Netzwerkes Recht auf Stadt: „Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung.“

In Wilhelmsburg tut man sich leichter damit, Willkommenskultur zu pflegen als im vergleichsweise eher “betuchten” Eppendorf?
Das kann doch nicht sein! WsE jedenfalls begrüßt die Erklärungen dieser beiden Initiativen und unterstützt deren Haltung.

Flüchtlinge – Eppendorf organisiert Hilfe!

1. Mai 2016 at 15:09

Viele Eppendorfer sind nicht glücklich über Größe und Art der Unterkünfte in der Osterfeldstraße, auch WsE nicht.
Wir von WsE halten diesen Platz aber für wesentlich besser geeignet zur Integration von Menschen aus Krisengebieten, als so manche Großunterkunft ausgerechnet in Bezirken, die schon vor der Ankunft von Flüchtlingen mit Problemgruppen belastet waren.
Weiße_taube : Taube mit Olivenzweig Design.

Für viele der Flüchtlinge ist Frieden ein Fremdwort. Wir von WsE wissen, wie gut es uns in Deutschland geht.
Wir wollen wenigstens jene, die zu uns kamen und bleiben dürfen, freundlich empfangen und zur Seite stehen.

Eppendorfer haben sich nun beim zweiten Jour-Fixe im Kulturhaus Eppendorf zusammengefunden, um sich bei denen schlau zu machen, die schon länger professionell oder ehrenamtlich Flüchtlingshilfe leisten.
Zu Gast waren Heinz-Günther Bauer, der seit Februar 2016 eine Erstaufnahme-Einrichtung leitet,
und Evi Peiffer (Koordinationsteam Welcome to Barmbek) sowie ehrenamtlich tätige Helfer.
Deren Erfahrungen sollen Eppendorf helfen, den Flüchtlingen auch in der Osterfeldstraße optimal zur Seite stehen zu können.
Dazu ist auch zwingend das Bezirksamt gefordert, dafür notwendige Voraussetzungen zu schaffen.
Was Eppendorfer jetzt schon tun können, um bei Eintreffen der ersten Flüchtlinge in Eppendorf entsprechende Hilfe leisten zu können, erfahren interessierte HIER und im Organigramm_WelcometoBarmbek

WIR-sind-Eppendorf stellt Strafanzeige gegen Nazi-Internetauftritt

7. April 2016 at 23:48

WIR-sind-Eppendorf beobachtet nicht nur genau, was in unserem Viertel geschieht, wir zeigen auch Flagge. Aus diesem Grund schauen wir natürlich auch bei allen im Internet vorbei, die mit der derzeitigen Entwicklung bezüglich der Flüchtlingsunterbringung befasst sind. Und dabei fanden wir etwas, was uns so empörte, dass wir umgehend Strafanzeige erstatteten. Wir hoffen, dass dem Nazi-Blog-Betreiber aus Barmbek und seinen “Fans” jetzt umgehend das Handwerk gelegt wird.
Anmerken möchte ich, dass WsE alle Kommentare und – soweit möglich auch deren Absender – überprüft, bevor sie freigeschaltet werden.
Folgende Pressemeldung ging heute mit nachfolgendem Text an die Medien.

Osterfeldstraße: WELT-Interview mit Bauherr H.-W. Maas

27. Februar 2016 at 15:45

Im heutigen Interview in der WELT gibt der Bauherr der Flüchtlingsunterkünfte in der Osterfeldstraße Informationen, die man lesen sollte, bevor man ihm auf der vom Bezirksamt geplanten Informationsveranstaltung Fragen stellt, am
Montag, 29.02.2016, 18:00 Uhr in der Hauptkirche St. Nikolai, Harvesteh. Weg 118,

Hans-Werner-Maas-Maas-Raffay2400 Flüchtlinge sollen ins wohlhabende Hamburg-Eppendorf ziehen. 
Investor Hans-Werner Maas baut auf das Gelände lieber eine Unterkunft, als eine Tankstelle oder eine Waschanlage – trotz Drohungen.
Seine Gründe dafür kommen in diesem Interview zur Sprache. Und die passen so gar nicht zu dem Bild, was sich viele Eppendorfer von diesem Investor machen. 
Ein Grund mehr, zu der vorgenannten Info-Veranstaltung zu gehen, um ihm auf den Zahn zu fühlen.


 

WIR-sind-Eppendorf zu den Unterkünften für Geflüchtete in der Osterfeldstraße

25. Februar 2016 at 0:46

WSE_LogoWSE_LogoDer Bau einer Flüchtlingsunterbringung in der Osterfeldstraße betrifft auch Eppendorf. WsE sieht daher die Notwendigkeit, sich dazu öffentlich zu positionieren.

Stellungnahme der Bürger-Initiative WIR-sind-Eppendorf zu den
Unterkünften für Geflüchtete in der Osterfeldstraße

Hamburg, 25. Februar 2016.

Die Bürgerinitiative
WIR-sind-Eppendorf begrüßt grundsätzlich, dass Geflüchtete in der Osterfeldstraße nach monatelangen Aufenthalten in Erstaufnahmestellen in feste Wohnungen umziehen können.

Der Bezirk Hamburg-Nord macht es sich allerdings – gegen den ausdrücklichen Wunsch eines Großteils der EppendorferInnen nach dezentraler Unterbringung – mit der Ansiedlung von Großunterkünften an einem einzigen Standort einfach. Konkrete Vorschläge der Bürger-Initiative Flüchtlinge in Eppendorf (FiE) zu ergänzenden Standorten bzw. Alternativen wurden ignoriert oder als „niedlich“ bezeichnet.

WsE meint: So funktioniert Bürgerbeteiligung nicht. Für eine sinnvolle Integration im Stadtteil wird die Größenordnung der Wohnunterkünfte sehr kritisch gesehen, die Entscheidung für diesen Standort, bei dem Bürgerbeteiligung wieder einmal – im Gegensatz zu den Vorgaben eines Investors – keine Rolle spielte, verurteilt die Initiative aufs schärfste.

Durch die Hintertür wird hier das ehrgeizige Wohnungsbauprogramm des Hamburger Senats durch Umwandlung des B-Planes durchgedrückt, die Bürger werden moralisch zur Zustimmung erpresst.

WsE erkennt die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit menschenwürdige Wohnunterkünfte zu errichten. Wir fordern transparente Prozesse und die konkrete Prüfung aller Möglichkeiten für den Bau kleinteiliger Wohneinheiten.

Ziel ist es, ein lebenswertes Umfeld / Stadtteil für alte und neue BewohnerInnen zu schaffen. Eine gelingende Integration ist in der Größenordnung dieses Standortes sehr schwierig. Wir werden uns kritisch-konstruktiv an diesem Prozess beteiligen.

Integration findet im Stadtteil statt“, so die Sozialdezernentin des Bezirksamtes. Auch hiermit macht es sich der Bezirk zu einfach. Damit dies gelingen kann, müssen entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden, optimalerweise unter Einbeziehung der umfangreichen Erfahrungen ehrenamtlicher HelferInnen.

Bürger müssen von Senat und Verwaltung zu Verbündeten gemacht werden. Bürgerbeteiligung kann hier nicht nur die Inanspruchnahme ehrenamtlichen Engagements meinen, sondern muss zwingend bei der Einbindung in den Planungsprozess beginnen. Dazu gehört, dass in der Folgeunterkunft Osterfeldstraße 8 Gemeinschaftsräume und Begegnungsstätten für alle Einwohner Eppendorfs eingeplant werden (z.B. Deutschunterricht, Frauen-Café etc.).

Ausreichend große Außen- und Spielflächen, Räumlichkeiten für Kleiderkammern etc. müssen in den Unterkünften bedacht werden.

Der Erhalt des Spielhauses “Tilly” als für alle offene Einrichtung erscheint da besonders sinnvoll.

WsE wehrt sich gegen den Begriff „Ghetto“, sieht aber die Gefahr der Bildung einer Parallelgesellschaft, die es u. a. durch die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen zu verhindern gilt.

http://wir-sind-eppendorf.de/wp-content/uploads/2019/10/WSE_Logo-300×256.jpg“ width=“116″ height=“98″>Der Bau einer Flüchtlingsunterbringung in der Osterfeldstraße betrifft auch Eppendorf. WsE sieht daher die Notwendigkeit, sich dazu öffentlich zu positionieren.

Stellungnahme der Bürger-Initiative WIR-sind-Eppendorf zu den
Unterkünften für Geflüchtete in der Osterfeldstraße

Hamburg, 25. Februar 2016.

Die Bürgerinitiative
WIR-sind-Eppendorf begrüßt grundsätzlich, dass Geflüchtete in der Osterfeldstraße nach monatelangen Aufenthalten in Erstaufnahmestellen in feste Wohnungen umziehen können.

Der Bezirk Hamburg-Nord macht es sich allerdings – gegen den ausdrücklichen Wunsch eines Großteils der EppendorferInnen nach dezentraler Unterbringung – mit der Ansiedlung von Großunterkünften an einem einzigen Standort einfach. Konkrete Vorschläge der Bürger-Initiative Flüchtlinge in Eppendorf (FiE) zu ergänzenden Standorten bzw. Alternativen wurden ignoriert oder als „niedlich“ bezeichnet.

WsE meint: So funktioniert Bürgerbeteiligung nicht. Für eine sinnvolle Integration im Stadtteil wird die Größenordnung der Wohnunterkünfte sehr kritisch gesehen, die Entscheidung für diesen Standort, bei dem Bürgerbeteiligung wieder einmal – im Gegensatz zu den Vorgaben eines Investors – keine Rolle spielte, verurteilt die Initiative aufs schärfste.

Durch die Hintertür wird hier das ehrgeizige Wohnungsbauprogramm des Hamburger Senats durch Umwandlung des B-Planes durchgedrückt, die Bürger werden moralisch zur Zustimmung erpresst.

WsE erkennt die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit menschenwürdige Wohnunterkünfte zu errichten. Wir fordern transparente Prozesse und die konkrete Prüfung aller Möglichkeiten für den Bau kleinteiliger Wohneinheiten.

Ziel ist es, ein lebenswertes Umfeld / Stadtteil für alte und neue BewohnerInnen zu schaffen. Eine gelingende Integration ist in der Größenordnung dieses Standortes sehr schwierig. Wir werden uns kritisch-konstruktiv an diesem Prozess beteiligen.

Integration findet im Stadtteil statt“, so die Sozialdezernentin des Bezirksamtes. Auch hiermit macht es sich der Bezirk zu einfach. Damit dies gelingen kann, müssen entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden, optimalerweise unter Einbeziehung der umfangreichen Erfahrungen ehrenamtlicher HelferInnen.

Bürger müssen von Senat und Verwaltung zu Verbündeten gemacht werden. Bürgerbeteiligung kann hier nicht nur die Inanspruchnahme ehrenamtlichen Engagements meinen, sondern muss zwingend bei der Einbindung in den Planungsprozess beginnen. Dazu gehört, dass in der Folgeunterkunft Osterfeldstraße 8 Gemeinschaftsräume und Begegnungsstätten für alle Einwohner Eppendorfs eingeplant werden (z.B. Deutschunterricht, Frauen-Café etc.).

Ausreichend große Außen- und Spielflächen, Räumlichkeiten für Kleiderkammern etc. müssen in den Unterkünften bedacht werden.

Der Erhalt des Spielhauses “Tilly” als für alle offene Einrichtung erscheint da besonders sinnvoll.

WsE wehrt sich gegen den Begriff „Ghetto“, sieht aber die Gefahr der Bildung einer Parallelgesellschaft, die es u. a. durch die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen zu verhindern gilt.