Geschäft mit dem Heimann-Stift – wenn der Mensch keine Rolle mehr spielt.

24. Januar 2016 at 20:24

Ich glaube, die Stifter Martin und Clara Heimann, die einst auf dem wunderschönen Gelände Ecke Martini-/Löwenstraße den Wohnstift für jene Menschen errichtet haben, die vom Leben nicht gerade gut behandelt wurden, stünden fassungslos vor dem, was jetzt mit ihrem Vermächtnis geschieht.
Menschenverachtender als zur Zeit kann man meiner Meinung nach mit den Bewohnern dieses Wohnstifts nicht umgehen.
Die Stadt Hamburg, der Stiftsvorstand und die Bauherren samt ihrer Vermarkter der geplanten Neubauten auf der jetzt noch baumbestandenen Grünfläche vor den nun ehemaligen Stiftsgebäuden sind nur von einem beseelt – viel Geld machen.
Wie das Projekt „LEOS“ durch ICON-Immobilien vermarktet wird, die schon vor Baubeginn die dort entstehenden Eigentumswohnungen verscherbeln sollen, ist für mich die reinste Verhöhnung der Stiftsbewohner:
Eingerahmt von historischen Stiftsbauten und von der Straße kaum einsehbar, erstreckt sich ein wunderschöner Hof mit Grünflächen und alten Bäumen – eine Oase der Ruhe mitten in einem der lebhaftesten und beliebtesten Stadtteile Hamburgs.“

Präsentations-Modell
Präsentations-Modell-Foto EURO-Bau
Richtig ist, dass die neuen Grundbesitzer alles versucht haben, die alten Bäume – einschließlich der geschützten Rotbuche – loszuwerden, weil genau dort die drei Punkthäuser mit 66 elegante Wohnungen entstehen sollen. Da wird nicht mehr viel GRÜN übrig bleiben. Weiter heißt es:

Neue Initiative “Flüchtlinge in Eppendorf”

21. September 2015 at 22:52

EppendorferInnen setzen sich für die Unterbringung und Unterstützung von Flüchtlingen im Stadtteil ein.

Logo FiEAufgrund der aktuellen Entwicklung sah WsE die Notwendigkeit, sich dem Thema Flüchtlinge besonders zu widmen. Daraus entstand die Gründung der Initiative “Flüchtlinge in Eppendorf”.
Unser WsE-Mitglied Marcus Biniek spendierte das Logo für “FiE”.

Auszug der Pressemitteilung für dessen Text Götz von Grone zeichnet, der auch die Auftaktveranstaltung organisierte und für den facebook-Auftritt von FiE verantwortlich ist.
Auch an diesem Wochenende werden tausende Flüchtlinge nach Deutschland und auch nach Hamburg kommen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen kommen an die Grenze ihrer Kapazitäten, zum Teil sind diese jetzt schon überschritten. Eine Entlastung könnte dadurch erreicht werden, dass Flüchtlinge nach Anerkennung ihres Status als Asylanten in die Stadtteile ziehen könnten. Mit diesem Schritt könnte auch die notwendige Integration in die deutsche Gesellschaft beginnen.
Mit diesem Ziel haben sich in Eppendorf am 10. September auf Einladung der Bürgerinitiative WIR-sind-Eppendorf Vertreter von Institutionen, Vereinen und Initiativen der Zivilgesellschaft getroffen.
Anwesend waren VertreterInnen der Kirchengemeinde St. Johannis Eppendorf, Berufliche Schule Eppendorf (H 13), Gymnasium Eppendorf, Hege-Helping-Hands, Eppendorfer Bürgerverein, Kulturhaus Eppendorf, Stadtteilarchiv Eppendorf, Mietergruppe Hayn-/Hegestraße, MORE THAN SHELTERS. Weitere Institutionen des Stadtteils haben Interesse an einer Mitarbeit geäußert, …… konnten den ersten Termin aber nicht wahrnehmen.
Bei angenommenen 15.000 Flüchtlingen mit Bleiberecht in Hamburg müssten die beiden Stadtteile nach dem ‚Königsteiner Schlüssel’ Im Verhältnis zur Einwohnerzahl für rund 280 Flüchtlinge Wohnraum bereitstellen. Bei Unterbringung von Familien wären das für Eppendorf 66 Wohngelegenheiten und für Hoheluft-Ost 28 Wohngelegenheiten (Berechnung s.u.*). Das ist angesichts einer hohen Bevölkerungsdichte und einem Mangel an preiswertem Wohnraum immer noch eine große Herausforderung. Trotzdem waren sich die Anwesenden einig: Das schaffen wir!
Integration in die Gesellschaft kann nicht auf der ‚grünen Wiese’ sondern nur in der Mitte der Gesellschaft stattfinden. Die Kinder gehen in KITA und Schule vor Ort und gewinnen dort Freunde und Spielkameraden. Die Familien sind einbettet in die Wohnumgebung und lernen den Alltag und die Lebensweise der Menschen in ihrer Nachbarschaft kennen – und umgekehrt. Durch die gesellschaftliche Einbettung und die soziale Sicherheit steigen auch die Chancen auf eine berufliche Perspektive der Erwachsenen.

FiE trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Schule Kellinghusenstraße 11 “H13″
Kontakt:
gesina.pansch@t-online.de

Gegen Ignoranz gibt es leider keine Schutzanzüge

18. März 2015 at 23:05
Unser Protest gegen Gebäude-Abriss und Fäll-Tragödie am Eppendorfer Markt übersteigt – möglicherweise auch intellektuell – die Nachvollziehbarkeit einiger Mitmenschen. Nun sollte man meinen, dass ausgerechnet eine Redakteurin des Eppendorfer Wochenblatts, wenn sie etwas nicht versteht, ihren Kollegen fragen könnte oder sogar ein Mitglied unserer Initiative, bevor sie einen “Kommentar” zu dem Beitrag ihres Kollegen “Protest in Schutzanzügen” abgibt. Der Kommentar der Frau Barth wurde offenbar aus dem Bauch heraus geschrieben, leider bar des nötigen Hintergrundwissens und sachlicher Ansätze. Einfach so, rein spekulativ und angriffslustig. Dafür sind die Themen, die sie in einen Topf wirft, zu ernst. Damit spielt man nicht, Frau Barth.IMGP1696d
Frau Pansch hat sich dennoch die Mühe gemacht, der Dame höflich zu antworten. Ob’s aber in voller Länge im Wochenblatt abgedruckt wird? Wir bauen vor und drucken es hier ab.
Sehr geehrte Frau Barth!
Ich verstehe Ihre Irritation über unsere anhaltende Aktivität an der Trümmerstelle: Erregung über bestehende Zustände führt in der Regel zu nichts. Allerdings scheinen Ihnen eine ganze Reihe von Informationen zum Sachverhalt um das “Tre Castagne” zu fehlen:
  • 1. Es ging unserer Initiative “Wir sind Eppendorf” von Anfang an sowohl um den Erhalt historischer Bauten als auch um den Erhalt bezahlbaren Wohn- und Gewerberaums in dieser zentralen Lage unseres inzwischen recht weitgehend zum Schicki-Micki-Stadtteil verkommenen Viertels (vergl. unsere Losung “Jeder Abriss erhöht die Mieten”). Sie wissen möglicherweise auch nicht, dass die jetzigen Sieger, nämlich die Investoren, durch das Bezirksamt per Ausnahmegenehmigung von der Auflage befreit wurden, immerhin 30 Prozent mietpreisgebundenen Wohnraum zu schaffen. Das ist unseres Erachtens anzuprangern. Oder meinen Sie nicht? Denn dafür wurden alteingesessene Mieter verdrängt. Wie finden Sie das?
  • 2. Das “Alte Brauhaus” ist ein historisches Kulturdenkmal – wie verbaut und verschandelt im Laufe der Jahre auch immer – das sich nicht ersetzen lässt. Besonders an dieser prominenten Stelle, in einem innenstadtnahen Raum, war dieses Stück altes Hamburg eine feine Bereicherung, eben ein wesentlicher Teil dessen, was Alt- und Neu-Eppendorfer an diesem Stadtteil so schätzen. Oder sehen Sie das anders?
  • 3. Auch die Baumgutachten scheinen Sie nicht zu kennen, die nämlich feststellen, dass sich kein einziger – möglicherweise! – nachgepflanzter Baum an dieser Stelle je wieder so entwickeln könnte, wie das vor etlichen Jahrzehnten die drei Kastanien konnten. Das waren für diese Umgebung echte Prachtexemplare! Kastanien hätten an dieser Stelle heute ohnehin keine Chance mehr, aber auch robustere Sorten werden nicht zu solchen Kronen kommen, wie die nun gefällten sie darstellten. An der Stelle haben Sie es sich ein wenig zu leicht gemacht mit Ihrem “Bäume kann man nachpflanzen”.
Wie Sie richtig schreiben, richtet sich unsere Empörung auch gegen die Missachtung des Bürgerwillens durch das Bezirksamt. Sie wird noch erheblich gesteigert dadurch, dass es recht konkrete Hinweise gibt, dass die immerhin formal noch erforderlichen Gutachten vom Bezirksamt zum Teil im Wortlaut diktiert wurden. So ist zu hören, das Denkmalamt hätte ursprünglich den Brauhaus-Komplex als “erhaltenswert” bezeichnet, auf Drängen des Bezirksamts dieses Wort aber wieder zurückgezogen. Ähnliches gilt für das angebliche tierökologische Gutachten über die Kastanien. Während wir in den Bäumen – sogar noch nach Beginn der Abrissvorbereitungen – Vögel gesehen und gehört haben und in den von Efeu freien Bäumen auch Nester sehen konnten, will ein namentlich nicht genannter “Gutachter” das Gegenteil festgestellt haben. Das zweifeln wir ebenfalls in seiner Richtigkeit an und betrachten es als ein bestelltes Ergebnis.
Ich gebe Ihnen Recht, dass viel zu wenige Menschen sich – nicht nur in Eppendorf! – für Migranten und Flüchtlinge einsetzen. Allerdings urteilen Sie über unsere Initiative, ohne diese zu kennen. Sie wissen nicht, ob und wie viele Hartz IV-Empfänger zu uns gehören, und haben sich oder uns nicht gefragt, ob und wie viele von uns in einem sozialen Beruf arbeiten oder vor der Verrentung gearbeitet haben, oder ob es Aktive gibt, die ehrenamtlich Migranten bei der Eingliederung helfen oder sich anderweitig engagieren. Wenn Sie hinschauten, fänden Sie bei “Wir sind Eppendorf” gerade nicht das zugezogene Publikum, das morgen wieder fortgeht, sondern Menschen, die – ob zugezogen oder hier aufgewachsen – gemeinsam u. a. den Charakter des Stadtteils erhalten wollen. Und den sehen wir zum guten Teil in dem Rest an sozialer Vielfalt und kleinteiligem Charme, der überhaupt noch da ist, und zwar für eine menschenfreundlichere und buntere Zukunft als glatte Betonfassaden sie versprechen.
Mit freundlichem Gruß
Gesina Pansch,
nicht im Namen von, aber aktiv bei “Wir sind Eppendorf”.

Olafs Bauboom: Billig-Neubauten vs. Lebensqualität und kulturelle Identität? Wollen das die Bürger wirklich?

9. März 2015 at 15:38



Für gewisse Leute aus Politik und Bauwirtschaft, und auch ein paar Kurzsichtige, sind wir von der Ini
WsE und unsere Unterstützer 5500 Sektierer?! Ist einfach bequemer so.
Da wird die Mehrheit zur Minderheit erklärt, weils besser passt.

Es scheint aber eher so zu sein, dass die “Nicht-Gutmenschen” – so muss man wohl einige unserer Widersacher in ihrem Sprachgebrauch nennen – ein Problem damit haben, dass Bürger keine Lust mehr haben, als Humanressource zu funktionieren, sondern Ansprüche an die anmelden, die auf Kosten der Bürger den Lebensraum verwalten und verunstalten.

Wohnen ist nun einmal mehr, als nur schnell hin geklatschte Neubauten, die übermorgen wieder kaputt sind. Das so gen. Tre Castagne hat mit seinem beachtlichen Alter sicher mehr Substanz gehabt, als der Neubau-Schrott, der zurzeit in Eppendorf gebaut wird. Zum Teil durch Leute die mit eigener Arbeit noch nie wirklich Geld verdienen mussten.

Es gibt auch ein paar Leute, wenn auch zum Glück sehr wenige, die meinen: „Endlich ist der alte Mist weg und entstehen wundervolle Wohnungen. Bäume gehören in den Wald und wem es nicht passt kann ja gerne auf das Land ziehen .
Ein HH Immobilien Investor und Bauträger.“
Ich finde auch, diese Intelligenzbolzen sollten zum Luftholen immer in den Wald gehen müssen, denn in der Stadt wird’s ohne Bäume irgendwann sehr schwierig.
Wenn der Schreiber wirklich das ist, was er vorgibt, ist er geradezu prädestiniert dafür, eine Stadt menschenunwürdig zu gestalten.
Ohne große, alte Bäume schlimmes Klima, schlechte Luft. Aber das mit Garantie!
Noch darf man zwischen Leuten, die durch Eigenleistung persönliche Wertschätzung verdienen, und solchen, die schnell Geld machen wollen, unterscheiden. Ich für meinen Teil mache das. Es sagt viel über Leute aus, wen sie hofieren.
Und wenn man für eine eigene Meinung sogar in die Schublade “Sozialneid” gesteckt wird, sagt das besonders viel über jene aus, die so argumentieren. Wenn haupsächlich “Haben” ihre Wertschätzung verdient, ist das mit dem SEIN so eine Sache…
Mit etwas Aufsicht, Pflege und Unterstützung hätte man die Kleine Eppendorfer Landstraße incl. das ursprüngliche „Alte Landhaus“, wie das Tre Castagne die meiste Zeit seines langen, bunten Lebens hieß, zu einer Touristenattraktion gestalten können.
Aber dazu müssten die Stadtplaner überhaupt erst einmal einen vernünftigen Plan haben, den sie MIT DEN BÜRGERN ENTWICKELN, und nicht wie seit Kriegsende immer nur ’rumwurschteln.
Wer ernsthaft glaubt, dass bei den Grundstückspreisen Qualität gebaut wird, ist naiv und sollte sich die “wundervollen Wohnungen” dann mal 10 Jahre später begucken. Mit “Qualität bauen” bleibt nämlich heute nichts mehr übrig zum Abzocken.
Beispiel Eppendorfer Höfe; nasser Keller, Blühende Wände. Gehen Sie mal zu Edeka und schauen Sie sich die Wand neben der Kasse an!
Wann wurde der Bau fertig? Vor einem halben Jahr?
Wie lange hält er? Wollen wir Wetten abschließen?
Was macht so’n Billigbau mit den alten Bauten daneben?
Aber die Devise unserer Stadtregenten ist es, es sollen möglichst viele Leute nach Hamburg ziehen, damit wir endlich eine “richtige” Großstadt werden.
Toll, dann sind wir e n d l i c h auf dem Niveau großer Städte wie z. B. New York, wo ganze Stadtteile dem Verfall preisgegeben sind, weil die Bau-Zocker dort ganze Arbeit geleistet haben während des damaligen “Baubooms”.
Da ich mich noch an diesen Bauboom erinnern kann, können diese Bauten nicht sehr alt geworden sein.
ALLES ALTE WEG, NEU BAUEN UND DEMNÄCHST WIEDER ABREISSEN?

In diesem Sinne überlegen Sie sich, ob Sie das so wollen, oder ob Sie uns und all jene unterstützen wollen, die sich dafür einsetzen, intelligente Stadtplanung „für“ die Menschen einzufordern? Bleiben Sie uns gewogen.
Madame Federkiel

Machen statt meckern – aufgeben is nich! Helfen Sie mit, unterschreiben Sie unser Bürgerbegehren!!

13. Februar 2015 at 13:32

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