Wir-sind-Eppendorf

Flüchtlinge – Eppendorf organisiert Hilfe!

Viele Eppendorfer sind nicht glücklich über Größe und Art der Unterkünfte in der Osterfeldstraße, auch WsE nicht.
Wir von WsE halten diesen Platz aber für wesentlich besser geeignet zur Integration von Menschen aus Krisengebieten, als so manche Großunterkunft ausgerechnet in Bezirken, die schon vor der Ankunft von Flüchtlingen mit Problemgruppen belastet waren.
Weiße_taube : Taube mit Olivenzweig Design.

Für viele der Flüchtlinge ist Frieden ein Fremdwort. Wir von WsE wissen, wie gut es uns in Deutschland geht.
Wir wollen wenigstens jene, die zu uns kamen und bleiben dürfen, freundlich empfangen und zur Seite stehen.

Eppendorfer haben sich nun beim zweiten Jour-Fixe im Kulturhaus Eppendorf zusammengefunden, um sich bei denen schlau zu machen, die schon länger professionell oder ehrenamtlich Flüchtlingshilfe leisten.
Zu Gast waren Heinz-Günther Bauer, der seit Februar 2016 eine Erstaufnahme-Einrichtung leitet,
und Evi Peiffer (Koordinationsteam Welcome to Barmbek) sowie ehrenamtlich tätige Helfer.
Deren Erfahrungen sollen Eppendorf helfen, den Flüchtlingen auch in der Osterfeldstraße optimal zur Seite stehen zu können.
Dazu ist auch zwingend das Bezirksamt gefordert, dafür notwendige Voraussetzungen zu schaffen.
Was Eppendorfer jetzt schon tun können, um bei Eintreffen der ersten Flüchtlinge in Eppendorf entsprechende Hilfe leisten zu können, erfahren interessierte HIER und im Organigramm_WelcometoBarmbek

Grundwasserabsenkung bei Baumaßnahmen – Gefahr für Hamburgs Bausubstanz?

Die folgende Veranstaltung hätte es ohne WsE und unsere Aufklärung über die Wasserabsenkung an der Eppend.-Landstraße/Eppendorfer Höfe nie gegeben!

Veranstaltung am Mittwoch, 10. Februar 2016, ab 15:00 Uhr
im Bezirksamt Hamburg-Nord (Gr.Sitzungssaal), Robert-Koch-Straße 17, 20249 Hamburg.

Temporäre Grundwasserabsenkungen bei verschiedenen Bauvorhaben haben in letzter Zeit Besorgnisse bei Anwohnerinnen und Anwohnern insbesondere im Raum Eppendorf-Winterhude hervorgerufen. Dabei wurden in erster Linie Schäden an bestehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden durch Bodenabsenkungen befürchtet. Aber auch die Sorgen um Gebäudevernässungen durch den möglichen Grundwasseraufstau infolge von Gebäudeunterkellerungen nahmen breiten Raum ein.
Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) lädt deshalb am 10. Februar 2016 ab 15:00 Uhr zu einer Veranstaltung im Bezirksamt Hamburg-Nord ein, um mit Unterstützung diverser Fachleute zu dem Thema „Grundwasserabsenkung bei Baumaßnahmen– Gefahr für Hamburgs Bausubstanz?“ zu informieren.
Hierzu werden Baugrundsachverständige, Ingenieure und Experten aus den Bereichen Geologie, Geographie und Baurecht zu Theorie und Praxis berichten: Können Grundwasserabsenkungen bei Baumaßnahmen tatsächlich zu Rissen im Mauerwerk von Altbauten führen? Kann ein vorübergehender Eingriff ins Grundwasser die Standfestigkeit von Nachbarhäusern beeinträchtigen? Reichen die Prüfungen der Verwaltung aus? Welche anderen Ursachen können zu Schäden an Gebäuden im Umfeld von Baumaßnahmen führen? Auf diese Fragen sollen im Rahmen der Vorträge und der vorgesehenen Diskussionen Antworten gegeben werden.
Unbedingt Programm beachten!
Umgehende Anmeldung erforderlich, bitte per E-Mail gwabsenkung@bue.hamburg.de oder,
falls nicht anders möglich, telefonisch unter 040 42840 3039

Gegen Ignoranz gibt es leider keine Schutzanzüge

Unser Protest gegen Gebäude-Abriss und Fäll-Tragödie am Eppendorfer Markt übersteigt – möglicherweise auch intellektuell – die Nachvollziehbarkeit einiger Mitmenschen. Nun sollte man meinen, dass ausgerechnet eine Redakteurin des Eppendorfer Wochenblatts, wenn sie etwas nicht versteht, ihren Kollegen fragen könnte oder sogar ein Mitglied unserer Initiative, bevor sie einen “Kommentar” zu dem Beitrag ihres Kollegen “Protest in Schutzanzügen” abgibt. Der Kommentar der Frau Barth wurde offenbar aus dem Bauch heraus geschrieben, leider bar des nötigen Hintergrundwissens und sachlicher Ansätze. Einfach so, rein spekulativ und angriffslustig. Dafür sind die Themen, die sie in einen Topf wirft, zu ernst. Damit spielt man nicht, Frau Barth.IMGP1696d
Frau Pansch hat sich dennoch die Mühe gemacht, der Dame höflich zu antworten. Ob’s aber in voller Länge im Wochenblatt abgedruckt wird? Wir bauen vor und drucken es hier ab.
Sehr geehrte Frau Barth!
Ich verstehe Ihre Irritation über unsere anhaltende Aktivität an der Trümmerstelle: Erregung über bestehende Zustände führt in der Regel zu nichts. Allerdings scheinen Ihnen eine ganze Reihe von Informationen zum Sachverhalt um das “Tre Castagne” zu fehlen:
  • 1. Es ging unserer Initiative “Wir sind Eppendorf” von Anfang an sowohl um den Erhalt historischer Bauten als auch um den Erhalt bezahlbaren Wohn- und Gewerberaums in dieser zentralen Lage unseres inzwischen recht weitgehend zum Schicki-Micki-Stadtteil verkommenen Viertels (vergl. unsere Losung “Jeder Abriss erhöht die Mieten”). Sie wissen möglicherweise auch nicht, dass die jetzigen Sieger, nämlich die Investoren, durch das Bezirksamt per Ausnahmegenehmigung von der Auflage befreit wurden, immerhin 30 Prozent mietpreisgebundenen Wohnraum zu schaffen. Das ist unseres Erachtens anzuprangern. Oder meinen Sie nicht? Denn dafür wurden alteingesessene Mieter verdrängt. Wie finden Sie das?
  • 2. Das “Alte Brauhaus” ist ein historisches Kulturdenkmal – wie verbaut und verschandelt im Laufe der Jahre auch immer – das sich nicht ersetzen lässt. Besonders an dieser prominenten Stelle, in einem innenstadtnahen Raum, war dieses Stück altes Hamburg eine feine Bereicherung, eben ein wesentlicher Teil dessen, was Alt- und Neu-Eppendorfer an diesem Stadtteil so schätzen. Oder sehen Sie das anders?
  • 3. Auch die Baumgutachten scheinen Sie nicht zu kennen, die nämlich feststellen, dass sich kein einziger – möglicherweise! – nachgepflanzter Baum an dieser Stelle je wieder so entwickeln könnte, wie das vor etlichen Jahrzehnten die drei Kastanien konnten. Das waren für diese Umgebung echte Prachtexemplare! Kastanien hätten an dieser Stelle heute ohnehin keine Chance mehr, aber auch robustere Sorten werden nicht zu solchen Kronen kommen, wie die nun gefällten sie darstellten. An der Stelle haben Sie es sich ein wenig zu leicht gemacht mit Ihrem “Bäume kann man nachpflanzen”.
Wie Sie richtig schreiben, richtet sich unsere Empörung auch gegen die Missachtung des Bürgerwillens durch das Bezirksamt. Sie wird noch erheblich gesteigert dadurch, dass es recht konkrete Hinweise gibt, dass die immerhin formal noch erforderlichen Gutachten vom Bezirksamt zum Teil im Wortlaut diktiert wurden. So ist zu hören, das Denkmalamt hätte ursprünglich den Brauhaus-Komplex als “erhaltenswert” bezeichnet, auf Drängen des Bezirksamts dieses Wort aber wieder zurückgezogen. Ähnliches gilt für das angebliche tierökologische Gutachten über die Kastanien. Während wir in den Bäumen – sogar noch nach Beginn der Abrissvorbereitungen – Vögel gesehen und gehört haben und in den von Efeu freien Bäumen auch Nester sehen konnten, will ein namentlich nicht genannter “Gutachter” das Gegenteil festgestellt haben. Das zweifeln wir ebenfalls in seiner Richtigkeit an und betrachten es als ein bestelltes Ergebnis.
Ich gebe Ihnen Recht, dass viel zu wenige Menschen sich – nicht nur in Eppendorf! – für Migranten und Flüchtlinge einsetzen. Allerdings urteilen Sie über unsere Initiative, ohne diese zu kennen. Sie wissen nicht, ob und wie viele Hartz IV-Empfänger zu uns gehören, und haben sich oder uns nicht gefragt, ob und wie viele von uns in einem sozialen Beruf arbeiten oder vor der Verrentung gearbeitet haben, oder ob es Aktive gibt, die ehrenamtlich Migranten bei der Eingliederung helfen oder sich anderweitig engagieren. Wenn Sie hinschauten, fänden Sie bei “Wir sind Eppendorf” gerade nicht das zugezogene Publikum, das morgen wieder fortgeht, sondern Menschen, die – ob zugezogen oder hier aufgewachsen – gemeinsam u. a. den Charakter des Stadtteils erhalten wollen. Und den sehen wir zum guten Teil in dem Rest an sozialer Vielfalt und kleinteiligem Charme, der überhaupt noch da ist, und zwar für eine menschenfreundlichere und buntere Zukunft als glatte Betonfassaden sie versprechen.
Mit freundlichem Gruß
Gesina Pansch,
nicht im Namen von, aber aktiv bei “Wir sind Eppendorf”.

Ab 9.2.2015 startet WsE ein Bürgerbegehren, zu dem wir dringend Ihre Unterschrift brauchen! Nicht online, sondern ganz real jeden Samstag zwischen 12 und 13 Uhr vor dem “Tre Castagne” am Eppendorfer Markt…


…oder in Saadet’s Schneiderei Café direkt neben dem
“Tre Castagne” die ganze Woche!

Die Petition – Lasst das Dorf in Eppendorf – ist beendet! Die ca. 5.500 Unterschriften dokumentieren deutlich, dass die Eppendorfer Bürger mit dem Abriss der Gebäude in der Kleinen Eppendorfer Landstraße und am Eppendorfer Markt nicht einverstanden sind.
Um den Abriss zu stoppen brauchen wir vorerst dringend 2500 neue Unterschriften. Ihre Unterschrift nehmen wir weiterhin gerne jeden Samstag zwischen 12 und 13 Uhr vor dem Tre Castagne am Eppendorfer Markt entgegen. Auch werden wir Unterschriftenlisten in Eppendorfer Geschäften auslegen. Eine Liste dieser Geschäfte wird demnächst hier veröffentlicht.
Die letzten Zeitzeugnisse unserer sehr bewegten letzten 200 Geschichtsjahre sollen ihnen ausgerechnet von jenen genommen werden, die eigentlich die Bürgerinteressen vertreten sollten. Gebäude, die Geschichte erzählen, die für Menschen stehen, die sie einst gebaut haben und damit eine Existenz für sich, ihre Kinder und Enkel geschaffen.
Häuser, die auch nach den Kriegen von ihnen mit viel persönlichem Einsatz wieder aufgebaut wurden. Kleingewerbe und Händler werden vertrieben, die in die geplanten Neubauten nicht zurückkehren können. Und alte Bäume, die gerade in dieser Zeit so wichtig für das Klima einer Stadt sind, sind massiv gefährdet.
Da sich der Bezirksamtsleiter und die Bürgervertreter anscheinend entschieden haben, die Bürgerinteressen zu ignorieren, sondern lieber die Interessen der Immobilienwirtschaft zu vertreten, hat sich WsE entschieden, ein Bürgerbegehren für den Erhalt des “Tre Castagne”-Gebäudes und der Kastanien zu starten, um die Herrschaften an Ihre Pflichten zu erinnern! Mit Ihrer Hilfe schaffen wir das.
Es grüßt Madame Federkiel